Kurz gefasst

  • Die Akkreditierung der Stellen, die bautechnische Zulassungen erteilen, verlängert sich kraft Gesetzes um ein weiteres Jahr, ohne Antrag und ohne neues Verfahren, sofern das Ablaufdatum der Bescheinigung noch nicht überschritten war.
  • Für diesen Zeitraum stellt der Ständige Technische Rat für das Bauwesen eine neue Akkreditierungsbescheinigung aus, in zwei Originalausfertigungen, unterzeichnet vom Präsidenten des Rates.
  • Die Verlängerung ist nicht bedingungslos: Der Fortbestand der Akkreditierung hängt von der fortlaufenden Erfüllung der Kriterien ab, auf denen sie beruht, bestätigt durch den Bericht des Überwachungsaudits.
Rechtsakt: Anordnung MDLPA Nr. 918/2026
Veröffentlicht: Amtsblatt Nr. 662 vom 10. August 2026
In Kraft ab: 10. August 2026

Die bautechnische Zulassung ist das Dokument, ohne das ein neues Bauprodukt oder Bauverfahren ohne europäische Norm auf einer rumänischen Baustelle nicht rechtmäßig verwendet werden darf. Sie wird von akkreditierten Stellen erteilt, und deren Akkreditierung ist befristet. Die am Montag veröffentlichte Anordnung gibt ihnen allen automatisch ein Jahr mehr. Die Anordnung Nr. 918 vom 7. August 2026 des Ministers für Entwicklung, öffentliche Arbeiten und Verwaltung erschien im Amtsblatt Nr. 662 vom 10. August 2026 und ergänzt die 2021 genehmigten Verfahren um einen einzigen neuen Artikel. Sie kommt zwei Wochen vor dem Inkrafttreten des Gesetzbuchs für Raumordnung, Städtebau und Bauwesen, das eben jenes Regelwerk zur bautechnischen Zulassung bis zu dessen Änderung in Kraft lässt.

Der Mechanismus ist denkbar direkt. Nach Artikel 43 der Anordnung Nr. 435/2021 wird ein neuer Artikel 44 eingefügt, wonach der durch Bescheinigung gewährte Akkreditierungszeitraum, dessen Ablaufdatum nicht überschritten ist, kraft Gesetzes um ein weiteres Jahr verlängert wird. Die Verlängerung erfolgt abweichend von Artikel 40 Absatz 2 des Verfahrens über Akkreditierung und Überwachung der Stellen für bautechnische Zulassungen, enthalten in Anhang Nr. 2 der Anordnung von 2021.

Es gibt nur eine Anwendungsvoraussetzung, und sie ist zeitlicher Natur: Die Bescheinigung muss nach den Artikeln 4 und 41 noch gültig sein. Wer seine Akkreditierung vor Inkrafttreten dieser Anordnung hat auslaufen lassen, fällt aus der Verlängerung heraus und muss das übliche Verfahren neu durchlaufen.

Für den Zeitraum zwischen Inkrafttreten der Anordnung und dem neuen Ablaufdatum stellt der Ständige Technische Rat für das Bauwesen eine neue Akkreditierungsbescheinigung aus, nach dem Muster in Anhang Nr. 2e zum Verfahren in Anhang Nr. 2, in zwei vom Präsidenten unterzeichneten Originalausfertigungen. Das alte Dokument wird nicht durch Vermerk verlängert, sondern ersetzt.

Die Wirkungen im Einzelnen

Unmittelbare Kontinuität für den Markt bautechnischer Zulassungen. Akkreditierte Stellen können ohne Unterbrechung weiterarbeiten, und Hersteller wie Importeure von Systemen und Produkten ohne europäische Norm bleiben nicht ohne verfügbare Prüfstelle.

Die Verlängerung ist automatisch, die Bescheinigung nicht. Die Rechtswirkung tritt kraft Gesetzes ein, ohne Antrag. Nicht automatisch entsteht das Dokument: Die Stellen müssen die neue Bescheinigung vom Ständigen Technischen Rat für das Bauwesen erhalten, in zwei Originalausfertigungen, um ihre Akkreditierung gegenüber Kunden und Behörden nachzuweisen.

Das Überwachungsaudit bleibt der eigentliche Filter. Artikel III der Anordnung macht den Fortbestand der Akkreditierung bis zum neuen Ablaufdatum von der fortlaufenden Erfüllung der Kriterien abhängig, bestätigt durch den Bericht des Überwachungsaudits der nach Artikel 23 des Verfahrens gebildeten Bewertungskommission. Verlängert wird die Frist, nicht ausgesetzt die Kontrolle.

Von der Fristenregel des Verfahrens wird ausdrücklich abgewichen. Artikel 40 Absatz 2 des Verfahrens in Anhang Nr. 2 regelte den üblichen Akkreditierungszeitraum. Die Anordnung ändert ihn nicht, sondern schafft eine punktuelle Ausnahme für derzeit laufende Bescheinigungen.

Was sich gegenüber der bisherigen Lage ändert

Bislang musste eine Stelle für bautechnische Zulassungen kurz vor Ablauf der Akkreditierung das Wiederakkreditierungsverfahren in den Fristen des Anhangs Nr. 2 durchlaufen, mit Unterlagen und Bewertung. Ab dem 10. August 2026 gewinnen alle noch fristgerechten Stellen ein Jahr, ohne etwas zu tun.

Der praktische Unterschied betrifft den Verwaltungsaufwand, nicht die technische Anforderung. Die Kriterien bleiben gleich, die Bewertungskommission bleibt gleich, das Überwachungsaudit bleibt verpflichtend. Verschoben wird nur der Zeitpunkt des vollständigen Verfahrens.

Die Anordnung steht in einem größeren Zusammenhang. Das am 25. August 2026 in Kraft tretende Gesetzbuch für Raumordnung, Städtebau und Bauwesen bestimmt ausdrücklich, dass die Anhänge zum Regierungsbeschluss Nr. 766/1997, darunter das Regelwerk zur bautechnischen Zulassung, bis zu ihrer Änderung in Kraft bleiben. Die Verlängerung um ein Jahr schafft genau den Spielraum, in dem dieses Regelwerk auf die neue Architektur des Gesetzbuchs umgeschrieben werden könnte.

Vor- und Nachteile

Was es Gutes bringt

  • Sie verhindert einen absehbaren Verwaltungsstau: Kettenabläufe von Akkreditierungen just dann, wenn sich der gesamte Rechtsrahmen des Bauwesens ändert.
  • Sie erspart den Stellen ein Jahr lang ein vollständiges Wiederakkreditierungsverfahren, ohne die technische Latte zu senken, da das Überwachungsaudit bleibt.
  • Die Verlängerung kraft Gesetzes beseitigt Unsicherheit: Sie hängt weder von einem rechtzeitigen Antrag noch vom Tempo einer Behörde ab.
  • Die Ausstellung einer neuen Bescheinigung statt eines bloßen Vermerks auf der alten hinterlässt eine klare Dokumentenspur für Kunden und Kontrolle.

Was es an Nachteilen bringt

  • Die Ausnahme gilt undifferenziert, unabhängig von der Leistung der einzelnen Stelle; einziges Kriterium ist, dass die Bescheinigung nicht abgelaufen war.
  • Wer die Akkreditierung auslaufen ließ, selbst kurz vor der Veröffentlichung, bleibt außen vor und muss das gesamte Verfahren wiederholen.
  • Die Anordnung setzt dem Ständigen Technischen Rat für das Bauwesen keine Frist für die Ausstellung der neuen Bescheinigungen, was ein Zeitfenster schaffen kann, in dem die Akkreditierung rechtlich besteht, aber nicht mit einem aktuellen Dokument belegbar ist.
  • Es ist der zweite punktuelle Eingriff in dieselbe Anordnung von 2021, ein Zeichen dafür, dass das Verfahren eine inhaltliche Überarbeitung braucht statt fortgesetzter Aufschübe.
  • Nichts wird darüber gesagt, was am Ende des zusätzlichen Jahres geschieht, falls das Regelwerk von 1997 bis dahin nicht geändert wurde.

Praktische Hinweise

  1. Prüfen Sie zuerst das Ablaufdatum Ihrer aktuellen Bescheinigung. War es am 10. August 2026 noch nicht überschritten, gilt die Verlängerung für Sie kraft Gesetzes, ohne Antrag.
  2. Fordern Sie die neue Bescheinigung beim Ständigen Technischen Rat für das Bauwesen an. Sie wird nach dem Muster in Anhang Nr. 2e ausgestellt, in zwei vom Präsidenten unterzeichneten Originalen. Ohne sie bleibt der Nachweis gegenüber Kunden unvollständig.
  3. Bereiten Sie sich auf das Überwachungsaudit vor. Der Fortbestand der Akkreditierung bis zum neuen Datum hängt vom Bericht der Bewertungskommission ab, nicht vom bloßen Zeitablauf.
  4. War Ihre Akkreditierung bereits abgelaufen: verlassen Sie sich nicht auf diese Anordnung. Beginnen Sie das Akkreditierungsverfahren nach Anhang Nr. 2 zur Anordnung Nr. 435/2021 neu.
  5. Wenn Sie Bauprodukte herstellen oder einführen, die keiner harmonisierten europäischen Norm unterliegen, prüfen Sie auf der Seite des Ständigen Technischen Rates für das Bauwesen, ob die Stelle, mit der Sie arbeiten, weiterhin als akkreditiert geführt wird, bevor Sie ein Zulassungsverfahren beginnen.
  6. Behalten Sie den größeren Kalender im Blick: Ab dem 25. August 2026 gilt das neue Baugesetzbuch, das das Regelwerk zur bautechnischen Zulassung nur bis zu dessen Änderung in Kraft lässt. Das gewonnene Jahr könnte das Jahr des Regelwechsels sein.

Häufige Fragen

Was ist die bautechnische Zulassung?
Das Dokument, das die Verwendbarkeit neuer Bauprodukte, Bauverfahren oder Ausrüstungen bescheinigt, die keiner harmonisierten europäischen Norm unterliegen. Ohne sie dürfen solche Produkte nicht rechtmäßig eingebaut werden.
Wer profitiert von der Verlängerung?
Stellen für bautechnische Zulassungen, deren durch Bescheinigung gewährter Akkreditierungszeitraum bei Inkrafttreten der Anordnung nicht abgelaufen war, nach den Artikeln 4 und 41 des Verfahrens.
Muss ich die Verlängerung beantragen?
Nein. Die Verlängerung um ein Jahr wirkt kraft Gesetzes. Sie müssen jedoch die neue Akkreditierungsbescheinigung vom Ständigen Technischen Rat für das Bauwesen erhalten, ausgestellt in zwei Originalausfertigungen.
Ist die Verlängerung bedingungslos?
Nein. Der Fortbestand der Akkreditierung bis zum neuen Ablaufdatum hängt von der fortlaufenden Erfüllung der Kriterien ab, auf denen sie beruht, bestätigt durch den Bericht des Überwachungsaudits der Bewertungskommission.
Was gilt, wenn meine Akkreditierung bereits abgelaufen war?
Die Anordnung findet keine Anwendung. Die Verlängerung erfasst nur Bescheinigungen, deren Ablaufdatum nicht überschritten war; das Akkreditierungsverfahren ist daher neu zu durchlaufen.
Wie lange dauert die Verlängerung?
Ein Jahr, gerechnet ab dem Ablaufdatum der noch gültigen Bescheinigung, abweichend von Artikel 40 Absatz 2 des mit Anhang Nr. 2 zur Anordnung Nr. 435/2021 genehmigten Verfahrens.

Originaltext des Rechtsakts

Der nachstehende Text wird auf Rumänisch wiedergegeben, in der amtlichen Veröffentlichungsform.

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ORDINUL nr. 918 din 7 august 2026 privind completarea Ordinului ministrului dezvoltării, lucrărilor publice și administrației nr. 435/2021 pentru aprobarea unor proceduri privind agrementul tehnic în construcții

HERAUSGEBER: MINISTERIUM FÜR ENTWICKLUNG, ÖFFENTLICHE ARBEITEN UND VERWALTUNG

Veröffentlicht in: AMTSBLATT Nr. 662 vom 10. August 2026

MINISTERUL DEZVOLTĂRII, LUCRĂRILOR PUBLICE ȘI ADMINISTRAȚIEI O R D I N privind completarea Ordinului ministrului dezvoltării, lucrărilor publice și administrației nr. 435/2021 pentru aprobarea unor proceduri privind agrementul tehnic în construcții În conformitate cu Hotărârea Guvernului nr. 668/2017 privind stabilirea condițiilor pentru comercializarea produselor pentru construcții și cu Regulamentul privind agrementul tehnic în construcții, aprobat prin Hotărârea Guvernului nr. 766/1997 pentru aprobarea unor regulamente privind calitatea în construcții, cu modificările și completările ulterioare, în temeiul prevederilor art. 37 alin. (2) din Hotărârea Guvernului nr. 668/2017, ale art. 41 alin. (2) din Legea nr. 10/1995 privind calitatea în construcții, republicată, cu modificările și completările ulterioare, precum și ale art. 12 alin. (6) din Hotărârea Guvernului nr. 477/2020 privind organizarea și funcționarea Ministerului Dezvoltării, Lucrărilor Publice și Administrației, cu modificările și completările ulterioare, ministrul dezvoltării, lucrărilor publice și administrației emite prezentul ordin.

Art. I. — După articolul 43 al Ordinului ministrului dezvoltării, lucrărilor publice și administrației nr. 435/2021 pentru aprobarea unor proceduri privind agrementul tehnic în construcții, publicat în Monitorul Oficial al României, Partea I, nr. 412 din 20 aprilie 2021, cu completările ulterioare, se introduce un nou articol, articolul 44, cu următorul cuprins:

„Art. 44. — Perioada de abilitare a organismelor elaboratoare de agremente tehnice, acordată prin certificatul de abilitare, a cărei dată de expirare nu a fost depășită, în condițiile art. 4 și 41, se prelungește de drept cu încă un an, prin derogare de la prevederile art. 40 alin. (2) din Procedura privind abilitarea și supravegherea organismelor elaboratoare de agremente tehnice în construcții, prevăzută în anexa nr. 2.”

Art. II. — Pentru perioada cuprinsă între data intrării în vigoare a prezentului ordin și noua dată de expirare a abilitării organismelor elaboratoare de agremente tehnice, prelungită în conformitate cu prevederile art. 44 din Ordinul ministrului dezvoltării, lucrărilor publice și administrației nr. 435/2021 pentru aprobarea unor proceduri privind agrementul tehnic în construcții, cu completările ulterioare, Consiliul Tehnic Permanent pentru Construcții emite un nou certificat de abilitare, după modelul prevăzut în anexa nr. 2e la Procedura privind abilitarea și supravegherea organismelor elaboratoare de agremente tehnice în construcții, prevăzută în anexa nr. 2 la Ordinul ministrului dezvoltării, lucrărilor publice și administrației nr. 435/2021, cu completările ulterioare, în două exemplare originale, semnate de președintele Consiliului Tehnic Permanent pentru Construcții.

Art. III. — Menținerea abilitării organismelor elaboratoare de agremente tehnice până la data expirării acesteia menționată în noul certificat este condiționată de îndeplinirea continuă a criteriilor care au stat la baza acordării abilitării, cerință reconfirmată prin raportul auditului de supraveghere a activității organismului, întocmit de comisia de evaluare în vederea supravegherii, înființată în conformitate cu prevederile art. 23 din Procedura prevăzută în anexa nr. 2 la Ordinul ministrului dezvoltării, lucrărilor publice și administrației nr. 435/2021, cu completările ulterioare.

Art. IV. — Prezentul ordin se publică în Monitorul Oficial al României, Partea I. p. Ministrul dezvoltării, lucrărilor publice și administrației, Kövér Orsolya-Mária, secretar de stat București, 7 august 2026. Nr. 918.

Quelle: Amtsblatt Rumäniens, Teil I, Nr. 662 vom 10. August 2026.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Wenden Sie sich für konkrete Sachverhalte an einen zugelassenen Rechtsanwalt oder Steuerberater.